Frühere Rheinbreitbacher Weinlagen im Überblick
Weinberge über Rheinbreitbach
Rheinbreitbach ist ein uralter Weinort. Der Anbau von Wein in Rheinbreitbach dürfte seit rund 1100 Jahren, also schon seit fränkischer Zeit, erfolgen.
1661
Noch 110 Weingärten in Rheinbreitbach (Quelle: Kirchenbuch Rheinbreitbach)
1806
Fast überall Weinbau in und um Rheinbreitbach (auf der Karte farblich in rosa dargestellt).
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| Jean Joseph Tranchot: Topographische Aufnahme der Rheinlande, 1806 (Kartenausschnitt mit Rheinbreitbach) |
1820
Rheinbreitbachs Weinberge und Weingärten erstrecken sich vom Waldrand des Siebengebirges bis hinunter an den Rhein. Der Stich des Rheinbreitbachers Franz Neunkirchen aus 1944 zeigt dies anschaulich.
1845
Der Weinbau in Rheinbreitbach um 1820
Stich: Franz Neunkirchen, Gedächtniszeichnung 1944, Quelle: Heimatmuseum Rheinbbreitbach
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1845
Der preußische Leutnant von Hippel zeigt den Weinbau (in gelb) in seiner Karte von Rheinbreitbach und Umgebung.
1898
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| Weinanbau 1845 (gelb) Quelle: Ausschnitt-Scan des Königswinterer-Blattes (5309) der Karte von Hippel von 1845 |
1898
Das Messtischblatt TK25 Königswinter von etwa 1898 belegt die damalige noch vorhandene Ausdehnung des Weinanbaus (in die Karte klicken vergrößert den Bildausschnitt).
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Weinberge um Rheinbreitbach, ca. 1898 Messblatt TK25 Königswinter 3098 |
Um 1900
Rheinbreitbach mit Blick nach Norden Richtung Siebengebirge. Im Vordergrund Weingärten der Lage Büchel, dazwischen noch ein Pfosten der früheren Basaltseilbahn vom Asberg zur Verladestelle am Rhein.![]() |
| Gruss aus Rheinbreitbach Quelle: Heimatverein Rheinbreitbach, Verlag Wilhelm Renzel, Rheinbreitbach, Nr. 8465 |
1904
Die Rhein-Weinbaukarte von 1904 zeigt die Bewertung der Weinlagen. Je dunkler, desto höher wird die Weinlage für die Steuererhebung bewertet.
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| Rhein-Weinbaukarte von 1904 (Ausschnitt) Lizenz/Rechtehinweis: https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/deed.de |
1909
Der nachfolgende Blick über den Ortskern fällt auf mehrere Rheinbreitbacher Weinberge:
Im Hintergrund von links die Lagen Hohn (Horn), Vogelsang, Heilig, Koppel und Mühlenberg.
Im Vordergrund ist von links die katholische Pfarrkirche St. Maria Magdalena, die Untere Burg der Herren von Breitbach und rechts die Obere Burg (Wohnsitz des Schriftstellers Rudolf Herzog) zu sehen.
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| Blick vor gut 100 Jahren auf Breitbachs Weinberge, vl die Lagen Berg, Horn, Koppel mit Pfarrkirche, Untere Burg, Obere Burg Foto: Elsa Stephan, 1909, Quelle: Heimatverein Rheinbreitbach |
1925
Rheinbreitbach noch von Weinbauflächen umgeben.
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Weinbauflächen in Rheinbreitbach um 1925 |
1935
Ansicht Rheinbreitbachs in einem Werbeprospekt von 1935, im Hintergrund die weitgehend aufgelassenen , driesch gefallenen Weinberge. Außerdem interessant: vl: Irleturm, Haus mit den zwei Türmen, Schiffsanleger, Pfarrkirche, Untere Burg, Obere Burg, Haus Elisabeth, Herzogs Dichterklause am Rhein.
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| Ansicht Rheinbreitbachs 1935 Quelle: Rheinbreitbach am Fuße des Siebengebirges, Prospekt des Landesverbandes Rheinland, 1935, zur Verfügung gestellt von Ansgar Federhen |
1942
Weinbau in Rheinbreitbach gibt es fast nur noch in der Weinlage Koppel.
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Weinbau in Rheinbreitbach 1942 |
1945
Im Luftbild von Rheinbreitbach am Ende des 2. Weltkrieges sind gut die noch unbebauten ausgedehnten Wein- und landwirtschaftlichen Nutzflächen zu erkennen.
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| Rheinbreitbach am 15.2.1945 Quelle: US-Luftbild 3088 (Näheres unbekannt) |
1960er Jahre
Die zentralen Weinlagen und Weinbergsmauern von Rheinbreitbach in den 1960er Jahren. Kleine parallele senkrechte Striche symbolisieren Weinstöcke und stehen für Weinberge.
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| Die zentralen Weinlagen und Weinbergsmauern von Rheinbreitbach etwa 1960er Jahre Quelle und Repro: Heimatverein Rheinbreitbach |
1974
Letzte Reste des Weinbaus sind auf der Wanderkarte in der Lage Koppel noch verzeichnet, aber nicht mehr in den Lagen Rheinbreitbacher Berg Hohn (Horn).
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| Weinbergsfläche in Rheinbreitbach 1974 Quelle: Wanderkarte Naturpark Siebengebirge 1974 |
Überblick über die Lagen der historischen Weinflächen von Rheinbreitbach von 1805
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| Weinlagen Rheinbreitbach Quelle: TK 25 Königswinter um 1898, ergänzt um Lagenkennzeichnungen von Dankward Heinrich |
Weinberge des Fürsten Nassau-Usingen 1805 nach der Säkularisierung. Zuvor im Kölner Kirchenbesitz von
a St. Maria ad Gradus (Capitul ad Gradus, Maria zu den Stufen)
b St. Aposteln (Capitul ad stos Apostolos)
c St. Georg (Vicarie ad stum Georgium)
d Kloster Maria im Spiegel (Kloster ad Sijon)
e Kloster St. Lucia (Kloster Stä Luciä)
Legende der jüngeren Weinlagen (alphabetisch)
- Am Schwarzen Kreuz
- Auf dem / Im Korf (b, d, e)
- Auf Grentel
- Berg (Rheinbreitbacher Berg)
- Büchel, Auf dem (b, e)
- Eierborn
- Gegen Oberwinter
- Ginster
- Feldwingert
- Hasenborn
- Horn (Auf dem Hohn, Hühnerberg) (e)
- In der unteren/oberen Pfropfe
- Klobbenort
- Kloppert
- Koppel
- Kreutzberg
- Mühlenberg (Michelsberg) (a)
- Mühlenweg
- Rehwingert
- Salmenfang, Auf dem (e)
- Schetler Kreiz
- Schützenhüttberg
- Unterm Heilig
- Unterm Holden
- Vogelsang, Im (e)
Nicht verzeichnete ältere Weinlagen
- Am Brüchen Floß (e)
- Am Druckerort (d)
- Am Drüpötgen (d)
- Am Ebachs Berg (d)
- Am Ebachs Floß (e)
- Am Grendel (e)
- Am Hasen-Bohnen (d, e)
- Am Horsberg (d, e)
- Am Mühlenweg (c)
- Am neuen weegs Kreuz (d)
- Am Schumachers Pfath (d)
- An dem Bleckersberg (e)
- An dem Druckerort (e)
- An dem Mühlenberg (e)
- An dem neuen Weeg (e)
- An den Fochen (d)
- An der Ackers Brücken (d)
- An der Büchels Pforten (d)
- Auf dem Fuckenberg (d)
- Auf dem Gegert (d, e)
- Auf dem Kloppert (e)
- Auf dem Limbich (e)
- Auf dem Sternenstück (e)
- Auf der Ebach (d)
- Auf der Hohlen (e)
- Auf Limbich (d)
- Aufm Limbich (d)
- Gegen Oberwinter (d)
- Hinter Heilig (d, e)
- Im Brüchen (e)
- Im Kleinerst (e)
- Im Kloppert (d)
- Im Rheinweingarten (e)
- In dem Brüchen (d, e)
- In dem Kloppert (e)
- In den Brüchen (d)
- In der Ebach (d, e)
- In der Helten (d)
- In der Knechts-Hardt (d)
- Unter dem neuen Weeg (d, e)
- Zu Eich (d)










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