Breitbacher Wein



Breitbacher Wein (Festlied)

Melodie: Udo Jürgens
Text: Martina Rohfleisch, frei nach dem Text von Rudolf Kunze "Griechischer Wein"
Premiere: Obere Burg, Rheinbreitbach, Pfingsten 2017



1. Es war schon dunkel,
als ich durch Breitbachs Gassen heimwärts ging.
Da sah ich's Museum,
aus dem das Licht noch auf den Gehsteig schien.
Ich hatte Lust und mir war kalt, drum trat ich ein.

Da saß ein Mann
mit grünen Augen und mit braunem Haar.
Und drum herum saß eine munt're,
buntgemischte Schar.
Als man mich sah, stand einer auf und lud mich ein.

Refrain:
Breitbacher Wein
ist so wie das Blut der Erde
Komm, schenk dir ein,
und wenn wir dann selig werden,
liegt es daran,
dass wir immer träumen von dem Wein -
du musst verzeihn.

Breitbacher Wein
und die altvertrauten Gässchen,
schenk noch mal ein,
denn ich fühl die Sehnsucht wieder
in diesem Dorf
werd ich immer gerne leben und - trinken Wein!

2. Und dann erzählten sie mir
vom Koppelhügel und dem Rhein,
von alten Kirchen und schönen Burgen,
die dort einstmals war' n,
und von den Reben, die dort ruhn im Sonnenschein.

Sie sagten sich immer wieder:
Irgendwann gibt's ein Zurück,
und der gute Wein genügt zu Hause
für ein kleines Glück,
und dann denkt jeder mal daran, wie schön's hier ist.

Refrain
Breitbacher Wein ...

3. Der nette Mann zeigt mir die Räume 
in dem alten Haus,
die gute Stube und die Schule
und dann - welch ein Graus,
die alten Akten, die fast krachen unterm Dach.

"Du kannst uns helfen", sprach er freundlich
und ich fragte ihn sodann,
nach Unterstützung des Heimatvereins -
nun ja, ich kann!
Ja, ich fand's gut und trug mich ein - im Heimatverein.

Refrain
Breitbacher Wein ...



Ursprungslied:




"Bei diesem Dorfe ist ein Kupferbergwerk, auch wird daselbst ein vorzüglich guter Bleichen gebaut."
(Quelle: Neues Handbuch für Reisende am Rhein, S. 176, f., Elberfeld, 1829)